Tigrinya Übersetzer – Übersetzungsbüro für Tigrinya-Fachübersetzungen und beglaubigte Übersetzung Tigrinya Deutsch

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Tigrinya-Übersetzer für Deutsch ⇄ Tigrinya

Ihre eritreische Geburtsurkunde, den orthodoxen Trauschein oder das Abschlusszeugnis aus Tigray übersetzt ein muttersprachlicher Tigrinya-Übersetzer zwischen Deutsch und Tigrinya – für die Vorlage beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA), beim Standesamt, bei der Niederlassungsbehörde oder bei ENIC NARIC AUSTRIA. Er überträgt auch handschriftliche Nachträge, Rundstempel und Randvermerke in Ge'ez-Schrift, rechnet Datumsangaben aus dem äthiopischen Kalender um und nennt das Originaldatum mit; die Namensform folgt dem Ausweispapier, das die Behörde tatsächlich in der Akte führt. Amtliche Dokumente fertigt ein allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Übersetzer als beglaubigte Fassung mit Bestätigungsvermerk nach § 190 Abs. 1 AußStrG an. Beglaubigte Urkunde ab 59 €, Fließtext ab 1,09 €/Normzeile.

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  • Original per PostPDF vorab
  • Antwort in 60 Minan Werktagen
  • 4,6 · Trustpilot

Muttersprachliche Tigrinya-Fachübersetzer · Eritrea und Tigray auseinandergehalten · Stempel und Randvermerke mit übersetzt

DIN EN ISO 17100zertifiziert · Reg.-Nr. 7U517
Eritrea & TigrayAussteller, Kalender, Namensform geprüft
Preis vorabFestpreis, transparent kalkuliert
VertraulichDSGVO-konform · NDA möglich

Kurz & klar

Was übersetzt der FÜD zwischen Deutsch und Tigrinya?

Der FÜD übersetzt Urkunden, Behördenpost und Fachtexte zwischen Deutsch und Tigrinya (ትግርኛ) – überwiegend für Verfahren, in denen eine österreichische Stelle über Aufenthalt, Ehe oder Anerkennung entscheidet. Welcher Übersetzer den Auftrag übernimmt, hängt weniger vom Umfang ab als vom ausstellenden Land: Eine Urkunde aus Eritrea und eine aus der äthiopischen Region Tigray sind beide auf Tigrinya, kommen aber von verschiedenen Verwaltungen, tragen verschiedene Kalender und werden in Österreich auf unterschiedlichen Wegen auf Echtheit geprüft.

Wir übersetzen in beide Richtungen: Tigrinya–Deutsch für Personenstands- und Bildungsurkunden, kirchliche Bescheinigungen und Behördenpost – und Deutsch–Tigrinya, wenn ein Bescheid, ein Mietvertrag oder eine Belehrung für die Empfängerin lesbar sein muss. Für amtliche Vorlagen in Österreich fertigt ein allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Übersetzer eine beglaubigte Übersetzung mit Bestätigungsvermerk an: § 190 Abs. 1 AußStrG verlangt, dass die genaue Übereinstimmung mit dem Original beglaubigt und die Fassung mit Datum, Unterschrift und Rundsiegel versehen wird.

Wofür Sie Tigrinya brauchen

Tigrinya übersetzen lassen: passend zu Ihrer Situation, nicht von der Stange.

Tigrinya-Aufträge kommen fast nie einzeln: Auf das Verfahren beim BFA folgen Aufenthalt, Eheschließung, Familienzusammenführung, Ausbildung. Weil dieselben Namen und Daten dabei durch mehrere Akten wandern, entscheidet die erste Übersetzung, wie glatt die nächsten laufen. Wählen Sie den Fall, der Ihrem am nächsten kommt.

Sie führen ein Verfahren beim BFA

Beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl zählt weniger der Seitenumfang als die Konsistenz: Name, Geburtsdatum und Ortsangaben müssen über Einvernahmeprotokoll, Ausweispapier und Urkunde hinweg zusammenpassen. Eritreische Verfahren sind in Österreich keine Massensache – die BFA-Quartalsstatistik für 2025 weist 40 positive erstinstanzliche Entscheidungen für eritreische und 45 für äthiopische Staatsangehörige aus –, und genau deshalb liegt selten Routine vor, wenn eine Ge'ez-Urkunde auf den Tisch kommt. Die Schreibweise, die jetzt in die Akte geht, begleitet Sie danach durch Aufenthaltstitel, Trauung und Einbürgerung; wir legen sie von Anfang an nach dem Papier an, das die Behörde tatsächlich führt.

Häufig: Bescheid und Aufenthaltspapiere übersetzen und Tigrinya-Dolmetscher für die Einvernahme.

Sie holen Familienangehörige nach

Für die Familienzusammenführung mit Schutzberechtigten gilt seit 12. Juni 2026 eine neue Rechtsgrundlage: § 35 AsylG 2005 ist entfallen, maßgeblich ist nun § 46a NAG – „Besondere Fälle der Familienzusammenführung“, dessen Abs. 1 als Zusammenführende Drittstaatsangehörige bestimmt, denen in Österreich internationaler Schutz zuerkannt wurde. Am Dokumentenproblem ändert die neue Norm nichts: Eritreische Zivilstandsurkunden werden vielfach lange nach dem Ereignis ausgestellt, Heiratsurkunden regelmäßig rückwirkend, und kirchliche Trauungs- und Taufbescheinigungen treten an die Stelle staatlicher Papiere – so beschreibt es die Anfragebeantwortung des Austrian Centre for Country of Origin and Asylum Research and Documentation (ACCORD) zu Eritrea. Solche Papiere sind handschriftlich ergänzt, gestempelt und randvermerkt; übersetzt werden muss jedes Zeichen davon, nicht nur der Fließtext.

Häufig: Familienzusammenführung aus Eritrea und eritreische Heiratsurkunde beglaubigt übersetzen.

Sie möchten in Österreich heiraten

Vor der Trauung ermittelt das Standesamt die Ehefähigkeit beider Verlobten anhand der vorgelegten Urkunden – und für fremdsprachige Papiere gilt eine klare Regel: entweder internationale Ausfertigung oder Übersetzung in die deutsche Sprache durch eine Gerichtsdolmetscherin oder einen Gerichtsdolmetscher, bei manchen Herkunftsländern zusätzlich mit Echtheitsnachweis. Bei eritreischen Unterlagen kommt ein zweites Problem dazu: Ein Ehefähigkeitszeugnis lässt sich in aller Regel nicht beibringen, und die stattdessen vorgelegten Nachweise tragen ihre Aussagekraft in Stempeln, Nachträgen und Rückseiten. Fehlt davon eines in der Übersetzung, gilt die Anmeldung als unvollständig und geht zurück.

Häufig: Familienstandsnachweis fürs Standesamt und Scheidungsbeschluss mit Rechtskraftvermerk.

Sie lassen Schule, Studium oder Beruf anerkennen

Eritreische Schulzeugnisse tragen eine Besonderheit, die österreichische Stellen regelmäßig irritiert: Das zwölfte Schuljahr absolvieren alle Schülerinnen und Schüler an der Warsay-Yikealo-Schule im Ausbildungslager Sawa – Schulname und Ausstellungsort gehören deshalb wörtlich in die Übersetzung und nicht in eine österreichische Näherung. Aus Tigray kommen dagegen äthiopische Zeugnisformulare mit Datumsangaben im äthiopischen Kalender. Weder Schulform noch Notenskala haben ein österreichisches Gegenstück: Hochschulqualifikationen bewertet ENIC NARIC AUSTRIA beim OeAD, ausländische Schulzeugnisse die ASBB, über die Anerkennung im reglementierten Beruf entscheidet die jeweils zuständige Stelle, und Unterlagen verlangt häufig auch das AMS. Wir übertragen Fächer, Noten und ausstellende Einrichtung prüfbar mit Erläuterung – auch dann, wenn daraus eine Studienbewerbung in Österreich wird.

Häufig: Schulzeugnis aus Eritrea übersetzen und eritreischen Berufsabschluss anerkennen lassen.

Vor der Bestellung

Ist Ihr Dokument überhaupt auf Tigrinya – und aus welchem Land?

Öfter als erwartet lautet die Antwort auf die erste Frage: nein. Papiere aus Tigray sind häufig zweisprachig Tigrinya/Amharisch oder allein auf Amharisch, weil Amharisch die föderale Arbeitssprache Äthiopiens ist; aus dem eritreischen Tiefland kommen Urkunden auch in arabischer Sprache, aus anderen Landesteilen Äthiopiens auf Oromo. Dazu erreichen eritreische Personenstandsurkunden österreichische Stellen nicht selten in einer englischsprachigen Ausfertigung. Schicken Sie uns einfach einen Scan: Wir sagen Ihnen vor dem Angebot, welche Ausgangssprache tatsächlich vorliegt – damit Sie keine Sprache bestellen, die Ihr Dokument gar nicht spricht.

Die zweite Frage entscheidet über Kalender und Behördennamen. Eritrea datiert amtlich gregorianisch; Äthiopien und damit Tigray nutzen den äthiopischen Kalender mit dreizehn Monaten und einem Jahreswechsel am 11. September – im Jahr vor einem gregorianischen Schaltjahr am 12. September. Um vom äthiopischen auf das gregorianische Jahr zu kommen, werden acht Jahre addiert; nur für die Monate zwischen Jahreswechsel und Jahresende, also September bis Dezember, sind es sieben. Auch die ausstellende Stelle unterscheidet sich: In Eritrea stellt in der Zoba Maekel die Gemeindeverwaltung Asmara die Zivilstandsurkunden aus, in den übrigen Zobas die Nus-Zoba-Verwaltungen; in Tigray sind es die Kebele- beziehungsweise Woreda-Verwaltungen. Wer beides in einen Topf wirft, produziert ein falsches Geburtsdatum und eine Behörde, die es nicht gibt. Beides erkennen wir am Scan – ohne dass Sie es vorab wissen müssen. Was daraus im Einzelnen schiefgeht, führt die Fallstricke-Tabelle Zeile für Zeile auf.

Qualität, die man erst beim Adressaten bemerkt

Fehler, die nur ein Tigrinya-Fachübersetzer erkennt.

Zwischen Deutsch und Tigrinya liegen ein eigenes Schriftsystem, zwei mögliche Herkunftsländer, zwei Kalender und ein anderes Namensrecht. Diese neun Fallstricke unterscheiden eine muttersprachliche Fachübersetzung von einer wörtlichen – jeder ist DE ⇄ TI-spezifisch und in der Praxis belegbar.

Typische Fallstricke bei der Tigrinya-Übersetzung Deutsch–Tigrinya und ihre fachliche Lösung
FallstrickWarum es schiefgehtWie der FÜD es löst
Tigrinya an einen Amharisch-Übersetzer gegebenBeide Sprachen nutzen die Ge'ez-Schrift, gehören aber verschiedenen Zweigen des Äthiosemitischen an und sind nicht gegenseitig verständlich; Tigrinya steht dem Ge'ez näher als Amharisch. Wer nach dem Schriftbild beauftragt, bekommt Lücken genau dort, wo es auf Verwaltungsvokabular ankommt.Wir bestimmen die Ausgangssprache am Scan und setzen einen muttersprachlichen Tigrinya-Übersetzer an – bei zweisprachigen Tigray-Urkunden zusätzlich einen für den amharischen Teil.
Herkunft Eritrea oder Tigray nicht erkanntBeide Regionen schreiben Tigrinya, aber die Urkunden kommen aus verschiedenen Staaten: in Eritrea von der Gemeindeverwaltung Asmara beziehungsweise den Nus-Zoba-Verwaltungen, in Tigray von Kebele- oder Woreda-Verwaltungen. Wird die Herkunft übersehen, steht in der Übersetzung eine Stelle, die für dieses Dokument nicht zuständig war.Wir ordnen die Herkunft anhand von Wappen, Formularaufbau und Amtsbezeichnung ein und übertragen die Stelle des tatsächlich ausstellenden Landes – mit ihrer amtlichen Bezeichnung.
Äthiopisches Datum unverändert übernommenTigray datiert im äthiopischen Kalender: dreizehn Monate, Jahreswechsel am 11. September. Zum äthiopischen Jahr sind acht Jahre zu addieren – nur für die Monate zwischen Jahreswechsel und Jahresende, also September bis Dezember, sind es sieben. Wer pauschal sieben addiert, verschiebt Geburtsdatum, Volljährigkeit und Fristen um ein volles Jahr. Eritreische Urkunden datieren dagegen gregorianisch.Jedes Datum wird tagesgenau umgerechnet und mit dem Originaldatum in Klammern belegt, damit die Behörde die Umrechnung nachvollziehen kann – bei eritreischen Urkunden bleibt es beim gregorianischen Datum.
Ge'ez-Zahlzeichen als Buchstaben gelesenIn handschriftlichen Eintragungen stehen Zahlen oft als Ge'ez-Zahlzeichen (=1, =10, =100). Sie kennen keine Null und keinen Stellenwert, sondern werden additiv zusammengesetzt – und sehen Buchstaben zum Verwechseln ähnlich. Falsch gelesen, kippt ein Jahrgang oder eine Geschäftszahl.Zahlzeichen werden in arabische Ziffern übertragen und Position für Position gegen die Vorlage geprüft; unklare Handschrift wird als solche gekennzeichnet, statt geraten zu werden.
Falsche Vokalordnung der Ge'ez-ZeichenDie Ge'ez-Schrift ist eine Abugida: Jedes Grundzeichen tritt in sieben Vokalordnungen auf, die sich nur durch kleine Striche und Ringe unterscheiden. Eine Ordnung daneben, und aus einem Ortsnamen wird ein anderer – bei blassen Scans und Handschrift der häufigste Lesefehler überhaupt.Muttersprachler lesen die Vokalordnung aus dem Kontext, nicht aus der Zeichenform allein; Namen und Orte werden gegen die übrigen Unterlagen desselben Vorgangs abgeglichen.
Vatersname als Familienname geführtDer Name besteht aus Eigennamen plus Vornamen des Vaters, oft ergänzt um den des Großvaters; einen vererbten Nachnamen gibt es nicht. Wird der Vatername als „Nachname“ eingetragen, führen Melderegister, Aufenthaltstitel und Urkunde dieselbe Person unter zwei Namen.Die Bestandteile werden in der Reihenfolge des Originals übertragen und ihre Funktion (Eigenname / Vatername) im Übersetzervermerk erklärt – ohne einen Familiennamen zu erfinden.
Namensform am falschen Papier geprüftViele eritreische Auftraggeber besitzen keinen Nationalpass, weil dessen Ausstellung über das Konsulat an Bedingungen geknüpft ist, die sie nicht erfüllen wollen oder können. Wer die Umschrift trotzdem „wie im Nationalpass“ ansetzt, gleicht sie an ein Dokument an, das in der Akte gar nicht liegt.Wir fragen vor der Übersetzung, welches Ausweispapier die Zielstelle führt – Konventionsreisepass, Fremdenpass oder Aufenthaltstitel –, und richten die Namensform daran aus, über alle Urkunden desselben Vorgangs hinweg identisch.
Kirchliche Bescheinigung wie eine Personenstandsurkunde behandeltTauf- und Trauungsbescheinigungen orthodoxer Gemeinden sind keine staatlichen Urkunden, auch wenn sie ähnlich aussehen. Wird eine Trauungsbescheinigung in der Übersetzung als „Heiratsurkunde“ bezeichnet, behauptet das Dokument eine Beurkundung, die es nicht enthält – und die Stelle stützt darauf eine Entscheidung.Ausstellertyp und Urkundenart werden benannt, wie sie im Original stehen: kirchliche Bescheinigung bleibt kirchliche Bescheinigung, mit Gemeinde, Datum und Unterzeichner.
Stempel, Siegel und Randvermerke ausgelassenGenau die Bestandteile, die Sachbearbeiterinnen zuerst suchen – Rundstempel, Gebührenmarken, nachträgliche Randvermerke, Rückseiten –, fallen bei schneller Bearbeitung heraus. Bei eritreischen Papieren steckt die halbe Aussagekraft in genau diesen Zusätzen; die Akte gilt dann als unvollständig.Jedes Element der Vorlage wird erfasst und in der Übersetzung an seiner Position beschrieben, Rückseiten eingeschlossen; unleserliche Stellen werden benannt statt stillschweigend übergangen.

Warum sichere Tigrinya-Kenntnisse allein diese Fehler nicht abfangen

Viele dieser Fehler überstehen eine einfache Rechtschreib- oder Grammatikprüfung, weil sie an der Schnittstelle von Sprache, Schrift, Namensführung und Dokumentkontext entstehen – ein Muttersprachler ohne Urkundenpraxis läuft in fast jeden hinein. Sie fallen erst dort auf, wo ein eritreisches oder äthiopisches Dokument auf eine österreichische Akte trifft: beim BFA, beim Standesamt, bei der Niederlassungsbehörde, vor dem Verwaltungsgericht. Und dann kostet die Korrektur Monate, nicht Tage.

Viele eritreische Auftraggeber haben keinen Nationalpass – maßgeblich ist der Ausweis, den die Behörde tatsächlich in der Akte führt.

In Österreich meist der Konventionsreisepass, der Fremdenpass oder der erteilte Aufenthaltstitel – und über alle Urkunden desselben Vorgangs dieselbe Schreibweise.

Fach-Perspektive

Beglaubigt in Österreich – der Echtheitsnachweis läuft getrennt

Für Vorlagen bei österreichischen Behörden und Gerichten übersetzt ein allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Tigrinya-Übersetzer, der nach § 14 SDG in die Gerichtssachverständigen- und Gerichtsdolmetscherliste eingetragen ist. Er beglaubigt nach § 190 Abs. 1 AußStrG die genaue Übereinstimmung mit dem Original und versieht die Fassung mit Datum, Unterschrift und Rundsiegel – in dieser Form nehmen österreichische Stellen sie als Nachweis entgegen, nach DIN EN ISO 17100-Prozess mit muttersprachlicher Revision. Die beiden Normen sind nicht dasselbe: § 14 SDG regelt, wer eingetragen wird, § 190 Abs. 1 AußStrG, wie beglaubigt wird. Über die Echtheit der ausländischen Urkunde entscheidet ein davon getrennter Weg.

Warum es für Eritrea und Äthiopien keine Apostille gibt

Die Statustabelle der Haager Konferenz führt zum Stand 30. Juni 2026 weder Eritrea noch Äthiopien unter den Vertragsstaaten des Apostille-Übereinkommens. Der einfache Weg fällt damit weg; an seine Stelle tritt, wo sie möglich ist, die diplomatische Überbeglaubigung. Für äthiopische Urkunden ist sie beschrieben: erst der innerstaatliche Beglaubigungsweg bis zum Außenministerium des Ausstellungsstaats, danach der Überbeglaubigungsvermerk der Österreichischen Botschaft Addis Abeba, Konsulargebühr 80 €. Für eritreische Urkunden nennt dagegen keine der regional zuständigen Vertretungsbehörden ein Verfahren: Addis Abeba führt Eritrea weder im Amtsbereich noch in der Liste der beglaubigten Herkunftsstaaten, und die Botschaft Nairobi bittet um vorherige Kontaktaufnahme, weil sich die Verfahren in ihrem Amtsbereich unterscheiden. Ob eine eritreische Urkunde überbeglaubigt werden kann, klären Sie deshalb vorab mit der Vertretungsbehörde; ob sie im Verfahren trägt, würdigt am Ende die österreichische Stelle selbst. Der FÜD stellt weder Apostille noch Legalisation aus; wann eine Apostille überhaupt in Frage kommt, erklären wir gesondert. Eine Reihenfolge-Regel gibt die Botschaft Nairobi selbst vor: Übersetzt wird sinnvollerweise erst, wenn die Beglaubigung auf dem Dokument steht – sonst fehlt sie in der Übersetzung.

Was die österreichische Stelle sehen will

Was Sie dagegen vollständig steuern können, ist die Übersetzung. Für die Anmeldung der Eheschließung formuliert die Stadt Wien es unmissverständlich: Alle fremdsprachigen Urkunden – Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunde, Urteile oder Beschlüsse über Scheidung, Aufhebung oder Nichtigerklärung – sind entweder in internationaler Ausfertigung oder mit einer Übersetzung in die deutsche Sprache von einer Gerichtsdolmetscherin oder einem Gerichtsdolmetscher vorzulegen; aus manchen Ländern brauche die Urkunde zusätzlich eine Apostille oder eine diplomatische Beglaubigung, „damit sie in Österreich Beweiskraft besitzt“. Genau der erste Teil ist unsere Leistung – vollständig, mit Stempeln, Nachträgen und Rückseiten, und ohne eine Beurkundungswirkung zu behaupten, die das Original nicht hat.

Anwendungsfälle

Drei typische Tigrinya-Aufträge: Trauung, Nachzug, Zeugnis.

Annehmende Stelle und Ausstellungsland entscheiden über Umfang, Anmerkungen und Beglaubigungsform. Drei häufige Aufträge – von der Ausgangslage bis zum Ergebnis.

Eheschließung in Österreich

Urkunden für die Anmeldung Tigrinya → Deutsch

Ausgangslage
Ein eritreischer Verlobter kann kein Ehefähigkeitszeugnis beibringen. Das Standesamt ermittelt die Ehefähigkeit aus den vorgelegten Papieren und braucht Geburtsurkunde, Familienstandsnachweis und Nachweise zu einer Vorehe in deutscher Fassung.
Ablauf
Ein gerichtlich zertifizierter Übersetzer erfasst jedes Blatt einschließlich Rundstempel, Gebührenmarken und Rückseiten, benennt den Aussteller amtlich und weist unleserliche Stellen aus, statt sie zu glätten.
Ergebnis
Ein vollständiger Urkundensatz, den das Standesamt ohne Nachforderung prüfen kann – getrennt von der Frage, ob zusätzlich ein Echtheitsnachweis verlangt wird.

Familienzusammenführung

Kirchliche Bescheinigungen und Ersatznachweise → Deutsch

Ausgangslage
Eine anerkannte Schutzberechtigte holt Ehemann und Kinder nach. Statt staatlicher Urkunden liegen eine orthodoxe Trauungsbescheinigung, Taufscheine und eidesstattliche Erklärungen vor.
Ablauf
Jedes Papier wird nach Ausstellertyp benannt – kirchlich bleibt kirchlich –, Namen werden über alle Dokumente hinweg an das Ausweispapier angeglichen, das die Behörde führt, und Datumsangaben nach Ausstellungsland behandelt.
Ergebnis
Ein Satz Übersetzungen, der die Beweislage ehrlich abbildet – ohne einer Bescheinigung eine Beurkundungswirkung zuzuschreiben, die sie nicht hat.

Ausbildung & Beruf

Schulzeugnis aus Sawa oder Tigray → Deutsch

Ausgangslage
Ein junger Eritreer bewirbt sich um eine Lehrstelle; sein Abschlusszeugnis stammt aus dem Ausbildungslager Sawa. Bei einer Mitbewerberin aus Tigray trägt dasselbe Dokument äthiopische Kalenderdaten.
Ablauf
Fächer, Noten und ausstellende Einrichtung bleiben im Original mit Erläuterung; äthiopische Daten werden mit Originalangabe in Klammern umgerechnet, die Notenskala wird beschrieben statt in österreichische Noten übersetzt.
Ergebnis
Eine Übersetzung, die die Qualifikation prüfbar abbildet und die Bewertung der zuständigen Stelle überlässt – ohne einen österreichischen Abschluss zu behaupten.

Angebot & Preis

Was kostet eine Tigrinya-Übersetzung?

Wir sichten Umfang, Ausstellungsland, Sprachrichtung und Dokumenttyp und nennen einen verbindlichen Festpreis. Standard-Urkunden meist zum Pauschalpreis, umfangreiche Texte nach Normzeile – Beglaubigung auf Wunsch, PDF-Vorab und Postversand inklusive. Handschriftlich ergänzte oder schwer lesbare Vorlagen sagen wir Ihnen vorab, statt später nachzuberechnen.

Verbindlicher Festpreis
ab 1,09 € / NormzeileBeglaubigte Standard-Urkunde ab 59 € je Dokument
Preis vorab · keine unangekündigten Mehrkosten
Muttersprachliche Tigrinya-Fachübersetzungenthalten
Vollständige Erfassung inkl. Stempel, Randvermerken und Rückseitenenthalten
Namensabgleich mit Ihrem Ausweispapier · Kalenderumrechnung mit Originaldatumenthalten
Beglaubigung durch gerichtlich zertifizierten Übersetzer auf Wunschenthalten
PDF-Vorab & Postversand des Originalsenthalten
Muttersprachliche Revision & Endkontrolleenthalten

Zur Orientierung ab 1,09 €/Normzeile; den genauen Betrag nennen wir nach kurzer Sichtung – Wie sich der Preis zusammensetzt →

Tigrinya-Übersetzung anfragen

Tigrinya Dokumente & Texte

Übersetzungsbüro für Tigrinya-Texte und Dokumente.

Wir übersetzen Tigrinya – Deutsch und Deutsch – Tigrinya – von der beglaubigten Urkunde bis zum Fachtext. Häufig aus dem Tigrinya: ናይ ልደት ምስክር ወረቐት (eritreische Geburtsurkunde fürs Standesamt), ምስክር ወረቐት ናይ መርዓ (Heiratsurkunde und orthodoxe Trauungsbescheinigung), ወረቐት መንነት (eritreische Identitätskarte) sowie Taufscheine und Schulzeugnisse. Liegt Ihre Urkunde bereits in der englischsprachigen eritreischen Ausfertigung vor, brauchen österreichische Stellen trotzdem eine beglaubigte Übersetzung – dann aus dem Englischen.

Häufige Fragen

Tigrinya-Übersetzung – häufige Fragen.

Wer übersetzt bei Ihnen ins Tigrinya und aus dem Tigrinya?

Muttersprachliche Tigrinya-Fachübersetzer, die eritreische und tigrayische Urkunden einordnen können. Für amtliche Vorlagen in Österreich fertigt ein allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Übersetzer die bestätigte (beglaubigte) Fassung an und beglaubigt nach § 190 Abs. 1 AußStrG die genaue Übereinstimmung mit dem Original.

Brauchen eritreische oder äthiopische Urkunden eine Apostille?

Nein – beide Staaten sind nicht Vertragsstaaten des Haager Apostille-Übereinkommens, eine Apostille gibt es dort also nicht. Für äthiopische Urkunden kommt die diplomatische Überbeglaubigung durch die Österreichische Botschaft Addis Abeba in Betracht, nachdem der innerstaatliche Weg durchlaufen ist. Für eritreische Urkunden nennt keine der regional zuständigen Vertretungsbehörden ein Verfahren – fragen Sie dort vorab an. Der FÜD stellt weder Apostille noch Legalisation aus, liefert aber die vollständige beglaubigte Übersetzung.

Ich habe keinen eritreischen Pass. Nach welchem Dokument richten Sie die Namensschreibung?

Nach dem Papier, das die Zielstelle tatsächlich in der Akte führt – in Österreich meist der Konventionsreisepass, der Fremdenpass oder der erteilte Aufenthaltstitel. Sagen Sie uns bei der Beauftragung, welches Dokument das ist; wir halten die Schreibweise dann über alle Urkunden desselben Vorgangs identisch.

Mein Dokument kommt aus Tigray – ändert das etwas?

Ja, in zwei Punkten. Ausgestellt wird dort von der Kebele- oder Woreda-Verwaltung, und datiert wird im äthiopischen Kalender. Wir rechnen die Daten um und geben das Originaldatum in Klammern an, damit die österreichische Stelle die Umrechnung nachvollziehen kann. Tigray-Urkunden sind außerdem oft zweisprachig Tigrinya/Amharisch – auch der amharische Teil wird übersetzt.

Ist Tigrinya dasselbe wie Amharisch?

Nein, es sind zwei verschiedene Sprachen mit derselben Schrift. Für die Beauftragung heißt das nur eines: Schicken Sie uns einen Scan. Wir bestimmen vor dem Angebot, welche Sprache tatsächlich vorliegt, und setzen die passenden Übersetzer an – bei zweisprachigen Tigray-Urkunden für beide Teile.

Übersetzen Sie auch Stempel, Randvermerke und Rückseiten?

Ja, und das ist keine Zugabe, sondern Voraussetzung: Bei eritreischen Papieren steckt ein großer Teil der Aussagekraft in Nachträgen und Stempeln. Wir erfassen Rundstempel, Gebührenmarken, nachträgliche Eintragungen und Rückseiten an ihrer Position und kennzeichnen unleserliche Stellen, statt sie zu glätten. Legen Sie uns beidseitige Scans bei, auch von scheinbar leeren Rückseiten.

Was kostet eine Tigrinya-Übersetzung?

Der Preis richtet sich nach Umfang, Dokumenttyp, Richtung und Frist. Nach kurzer Sichtung nennen wir einen verbindlichen Festpreis: beglaubigte Standard-Urkunde ab 59 € je Dokument, Fließtext ab 1,09 €/Normzeile. Beglaubigung, PDF-Vorab und Postversand sind inklusive; handschriftliche oder schlecht lesbare Vorlagen benennen wir vorab im Angebot.
Beim ersten Anlauf kam der Urkundensatz vom Standesamt zurück – zwei Rückseiten und ein Randvermerk fehlten in der Übersetzung, und mein Name stand anders als im Konventionsreisepass. Hier wurde jedes Blatt übersetzt und die Schreibweise über alle Urkunden angeglichen. Beim zweiten Termin gab es keine Nachforderung mehr.
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Y. Gebremariam · Eheschließung in Wien, Privatkunde

Karriere beim FÜD

Tigrinya-Übersetzer werden?

Unsere Tigrinya-Übersetzungen werden von muttersprachlichen Fachübersetzern ausgeführt, die neben der Sprache vor allem drei Dinge sicher beherrschen: die Namensform an dem Ausweispapier auszurichten, das die Behörde tatsächlich in der Akte führt, eritreische und tigrayische Urkunden auseinanderzuhalten – anderer Aussteller, anderer Kalender – und handschriftliche Eintragungen in Ge'ez-Schrift samt Zahlzeichen sicher zu lesen. Wer als Tigrinya-Übersetzer für den FÜD arbeiten möchte, braucht deshalb mehr als Zweisprachigkeit: Praxis in den Verfahren, aus denen die Aufträge kommen – BFA und Niederlassungsbehörde, Standesamt und Familienzusammenführung, Bewertung von Bildungsnachweisen – und für beglaubigte Fassungen die Eintragung als allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Übersetzer. Wir arbeiten fest angestellt und freiberuflich mit gerichtlich zertifizierten Tigrinya-Übersetzerinnen und -Übersetzern zusammen; der Einstieg ist auch über ein Praktikum möglich.

Womit Sie arbeiten

Fachgebiete & Textsorten

Zwei Arbeitsfelder bestimmen den Alltag. Das eine ist das Verfahrensgeschäft aus dem Tigrinya: Bescheide und Einvernahmeunterlagen, Personenstandsurkunden aus Eritrea und aus Tigray, kirchliche Tauf- und Trauungsbescheinigungen, Familienstandsnachweise, eidesstattliche Erklärungen als Ersatznachweis, Schul- und Abschlusszeugnisse, Gerichtspost. Das andere ist die Gegenrichtung ins Tigrinya: Bescheide, Belehrungen, Miet- und Arbeitsverträge, ärztliche Befunde – lesbar für die Empfängerin, ohne den Rechtsinhalt zu glätten. Die eigentliche Arbeit steckt dabei selten im Fließtext, sondern in Stempeln, Randvermerken, Rückseiten und handschriftlichen Nachträgen.

Berufsrealität

Was der Beruf tatsächlich verlangt

Die erste Entscheidung fällt vor dem ersten Satz: Kommt die Vorlage aus Eritrea oder aus der äthiopischen Region Tigray? Davon hängen Aussteller, Amtsbezeichnung und Kalender ab – und ob überhaupt Tigrinya vorliegt, denn Tigray-Urkunden sind häufig zweisprachig mit Amharisch. Danach beginnt die Arbeit meist mit dem Entziffern und nicht mit dem Übersetzen: Was ankommt, ist ein Foto oder ein Scan – häufig schief, blass oder mit Handschrift über dem Vordruck. Der zweite Unterschied zur freien Fachübersetzung ist die Aktenbindung: Dieselben Namen und Daten laufen über Jahre durch Verfahrens-, Standesamts- und Niederlassungsakten, weshalb die Wiederholbarkeit einer Schreibweise mehr zählt als die elegantere Formulierung. Dazu kommen Behörden- und Botschaftstermine als Taktgeber und Unterlagen, die Verfolgung, Flucht und Familientrennung dokumentieren; Verschwiegenheit gehört hier zum Handwerk. Wir arbeiten dafür mit festen Ansprechpartnern, verbindlichen Lieferterminen und fallbezogen dokumentierten Namens- und Ortsschreibungen.

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