Belarussisch Übersetzer – Übersetzungsbüro für belarussische Fachübersetzungen und beglaubigte Übersetzung Belarussisch Deutsch

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Belarussisch-Übersetzer für Deutsch ⇄ Belarussisch

Ihre Geburtsurkunde, Ihr Diplom oder Ihren Führerschein aus Belarus übersetzen muttersprachliche Belarussisch-Übersetzer ins Deutsche – für die Vorlage beim Standesamt, bei der Niederlassungsbehörde, bei ENIC NARIC Austria oder bei der Führerscheinbehörde, umgekehrt aus dem Deutschen ins Belarussische für Ämter und Arbeitgeber in Belarus. Die Übersetzer achten dabei auf die Namensform aus Pass und Urkunde, auf die belarussische oder russische Fassung des Vordrucks und auf die Notenskala, in der die höchste Zahl die beste Note ist. Amtliche Dokumente fertigt ein allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Übersetzer als beglaubigte Fassung mit Bestätigungsvermerk. Verbindlicher Festpreis: beglaubigte Urkunde ab 59 €, Fließtext ab 1,09 €/Normzeile.

  • 24-h-Expressnach Machbarkeit
  • Original per PostPDF vorab
  • Antwort in 60 Minan Werktagen
  • 4,6 · Trustpilot

Muttersprachliche Belarussisch-Fachübersetzer · Namen zeichengetreu mit Passvermerk · belarussische und russische Dokumentfassungen · beglaubigt auf Wunsch

DIN EN ISO 17100zertifiziert · Reg.-Nr. 7U517
Namen zeichengetreuPassschreibweise vermerkt
Preis vorabFestpreis, transparent kalkuliert
VertraulichDSGVO-konform · NDA möglich

Kurz & klar

Was übersetzt der FÜD zwischen Deutsch und Belarussisch?

Der FÜD übersetzt Dokumente aus Belarus für die Stelle, die sie tatsächlich prüft – Standesamt, Niederlassungsbehörde, Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl, Bewertungsstelle für Bildungsabschlüsse, Anerkennungsbehörde, Gericht oder Arbeitgeber. Belarus hat zwei Amtssprachen, Belarussisch und Russisch. Deshalb kommt ein „belarussisches Dokument“ in der Praxis in drei Varianten vor: belarussisch ausgefüllt, russisch ausgefüllt oder auf einem zweisprachigen Vordruck. Welche Fassung maßgeblich ist und welche Namensschreibung daraus folgt, entscheidet über die Annahme – nicht die Frage, welche der beiden Sprachen „richtiger“ ist.

Wir übersetzen in beide Richtungen: Belarussisch–Deutsch für die Vorlage bei österreichischen Behörden, Hochschulen und Gerichten und Deutsch–Belarussisch für Verträge, Bescheide und Unterlagen, die in Belarus gelesen werden müssen.

Wofür Sie Belarussisch brauchen

Welches Dokument aus Belarus brauchen Sie – und für welche Stelle?

Deutsch ⇄ Belarussisch bündelt sehr verschiedene Anliegen – von der Geburtsurkunde für die Niederlassungsbehörde bis zum Arbeitsvertrag für ein belarussisches Entwicklerteam. Wählen Sie den Fall, der Ihrem am nächsten kommt: Wir ordnen einen muttersprachlichen Belarussisch-Übersetzer mit passendem Fachgebiet zu, klären vorab, welche Form die Empfangsstelle verlangt, und fertigen sie auf Wunsch als bestätigte Fassung mit Beglaubigungsvermerk an.

Sie sichern Aufenthalt und Identität mit Papieren, die Sie nicht nachbestellen können

Wer Belarus verlassen hat, kann Urkunden nicht mehr nachbestellen: Neue Originale gibt es seit 2023 nur noch im Land selbst, nicht mehr über Botschaft oder Konsulat (was der Passerlass ändert). Damit trägt der Bestand, den Sie heute in der Hand halten, den Identitätsnachweis allein – und die Übersetzung muss zeigen, dass Pass, Urkunde und der Eintrag im Zentralen Melderegister dieselbe Person meinen. Daran scheitern Anträge in der Praxis: nicht an der Sprache, sondern an einer Namensform, die die Sachbearbeitung Ihren übrigen Papieren nicht zuordnen kann.

Häufig: belarussische Geburtsurkunde beglaubigt übersetzen und Nachweise für den Aufenthaltstitel.

Sie heiraten, melden ein Kind an oder legen eine Scheidung aus Belarus vor

Personenstandsbehörden arbeiten mit Urkunden im Original und in beglaubigter Übersetzung – und sie gleichen jeden Namen mit dem Ausweis ab. Bei Scheidungen kommt eine zweite Frage dazu: Eine in Belarus geschiedene Ehe wird in Österreich zwar ohne eigenes Verfahren anerkannt, aber nur, wenn die Entscheidung rechtskräftig ist und kein Versagungsgrund vorliegt – wie diese Prüfung abläuft, klären wir vorab und stellen die Unterlagen so zusammen, wie die zuständige Stelle sie erwartet.

Häufig: Heiratsurkunde aus Belarus und belarussisches Scheidungsurteil vorlegen.

Sie wollen studieren oder einen Abschluss anerkennen lassen

Belarussische Notenskalen laufen umgekehrt zur österreichischen: Seit dem Studienjahr 2002/03 gilt an den Hochschulen die 10-Punkte-Skala, ältere Zeugnisse aus sowjetischer Zeit die 5-Punkte-Skala – in beiden ist die höchste Zahl die beste Note. Wer das ohne Erläuterung überträgt, macht aus einer sehr guten Note eine schlechte. Hinzu kommt: Unterrichtet wird in Belarus überwiegend auf Russisch, viele Bildungsnachweise sind deshalb russischsprachig, obwohl sie aus Belarus stammen. Wir lassen die Note deshalb unumgerechnet stehen und legen die Skala offen, damit die Bewertungsstelle einordnen kann, statt zu schätzen.

Häufig: Atestat, Diplom und Notenanhang und Anerkennung in Pflege- und Gesundheitsberufen.

Sie arbeiten mit belarussischen Fachkräften, Betrieben oder Entwicklerteams

Zwischen österreichischen Arbeitgebern und belarussischen Fachkräften, Betrieben und Entwicklerteams laufen Arbeitsverträge, Qualifikationsnachweise, Firmenunterlagen und technische Dokumentation in beide Richtungen – häufig in russischsprachiger Ausfertigung, obwohl die ausstellende Stelle in Belarus sitzt. Rechtsformen bleiben dabei im Original stehen und werden erklärt – ein УП (Unitarunternehmen) hat im österreichischen Recht kein Gegenstück, und eine „übersetzte“ Rechtsform gibt es nicht. Bei Sanktions- und Compliance-Prüfungen fällt sie sofort auf.

Häufig: Lebenslauf und Arbeitsnachweise und Arbeits- und Liefervertrag.

Identität in den Akten

Warum Ihr Name in drei Fassungen existiert – und welche in die Urkunde gehört

Drei Regelwerke beschreiben denselben Menschen. Österreichische Personenstandsbehörden übernehmen Namen aus nichtlateinischer Schrift buchstaben- und zeichengetreu; bei Widersprüchen oder im Zweifel ordnet § 11 Abs. 4 PStG-DV 2013 die Transliteration nach ISO/R 9 an, der Norm für Kyrillisch. Dort bleibt das belarussische ў ein eigener Buchstabe und wird zu ŭ, nicht zu u oder v. Der belarussische biometrische Pass folgt einer eigenen Umschrift – und dabei kann die Ausgangsform gewählt werden: Wird der Name aus der belarussischen Form abgeleitet, steht dort etwa Ivanou, Uladzimir oder Aliaksandr; wird er aus der russischen Form abgeleitet, steht dort Ivanov, Vladimir oder Aleksandr. Und drittens tragen ältere Urkunden den Namen oft nur in der russischen kyrillischen Fassung. Keine dieser Formen ist falsch – falsch wird es erst, wenn eine davon unkommentiert allein im Dokument steht.

Daraus folgt die Arbeitsregel: Wir setzen die Form an, die die Empfangsstelle führt, und vermerken die Passschreibweise ausdrücklich – damit Behörde und Gericht Urkunde und Ausweis derselben Person zuordnen, statt eine Identitätsprüfung auszulösen. Für Ortsnamen gilt dasselbe: Homel oder Gomel, Hrodna oder Grodno, Mahiljou oder Mogiljow – maßgeblich ist die Fassung auf Ihrem Dokument, die abweichende wird vermerkt, statt eine der beiden Traditionen stillschweigend durchzusetzen. Wo das belarussische Zeicheninventar vom russischen abweicht (ў, і, Apostroph, дз/дж) und wie der Vatersname (імя па бацьку) einzuordnen ist, steht Zeile für Zeile in der Fallstricke-Tabelle weiter unten.

Rechtslage

Was der Passerlass von 2023 für Ihre Unterlagen bedeutet

Der Erlass Nr. 278 vom September 2023 hat die konsularische Praxis grundlegend geändert: Belarussische Auslandsvertretungen dürfen Pässe weder ausstellen noch austauschen oder verlängern, und sie beurkunden keine Vollmachten mehr. Wer neue Dokumente braucht, muss sie am letzten registrierten Wohnort in Belarus beantragen. Für Belarussinnen und Belarussen im Exil heißt das praktisch: Nachbestellen ist versperrt. Der Bestand an Urkunden, den Sie heute besitzen, muss die nächsten Jahre tragen – und jede Übersetzung daraus muss so präzise sein, dass keine Rückfrage entsteht, die Sie nicht mehr durch ein frisches Original beantworten können.

Für die Echtheit gilt weiter das Haager Apostille-Übereinkommen, dem Belarus seit 1992 angehört; zwischen Belarus und Österreich genügt daher die Apostille, eine Legalisation entfällt. Zuständig sind drei Stellen, je nach Urkundentyp: die Konsularabteilung des Außenministeriums für Personenstands- und sonstige Urkunden, die Hauptverwaltung für Justiz für Gerichts- und Notarurkunden und das Bildungsministerium für Schul- und Hochschulzeugnisse. Ein Übersetzungsbüro stellt keine Apostille aus – wir sagen Ihnen vorab, ob Ihre Stelle eine verlangt, und übersetzen anschließend Urkunde samt Apostille und Beglaubigungsvermerken.

Und wir sagen offen, wo eine Übersetzung allein nicht weiterhilft: Belarus zählt nicht zu den Staaten, für die Österreich eine Gleichwertigkeit der Lenkberechtigung anerkannt hat. Für die Umschreibung ist deshalb eine praktische Fahrprüfung fällig, und mit dem belarussischen Führerschein dürfen Sie nach der Begründung eines Wohnsitzes in Österreich nur sechs Monate lang fahren. Die beglaubigte Übersetzung braucht die Führerscheinbehörde trotzdem, aber sie ersetzt die Prüfung nicht. Fragen Sie dort nach, bevor Sie den Führerschein für die Umschreibung übersetzen lassen.

Qualität, die man erst bei der Behörde bemerkt

Fehler, die nur ein Belarussisch-Fachübersetzer erkennt.

Die teuren Fehler bei belarussischen Dokumenten sitzen nicht in der Grammatik, sondern in Namensformen, Notenskalen und Vordrucken – dort, wo die Empfangsstelle abgleicht. Diese acht Fallstricke entstehen genau da, wo belarussische Register- und Zeugnislogik auf österreichische Formulare trifft.

Typische Fallstricke bei der Belarussisch-Übersetzung Deutsch–Belarussisch und ihre fachliche Lösung
FallstrickWarum es schiefgehtWie der FÜD es löst
Sprache des Vordrucks mit Sprache des Eintrags verwechseltBelarus hat zwei Amtssprachen. Ein Formular kann belarussisch bedruckt, aber russisch ausgefüllt sein – oder umgekehrt. Wer nur den Kopf des Vordrucks liest, überträgt Namen und Orte aus der falschen Fassung und erzeugt Abweichungen, die im Zentralen Melderegister als andere Person ankommen.Wir bestimmen für jedes Feld, in welcher Sprache es tatsächlich ausgefüllt ist, und übertragen die maßgebliche Fassung – mit Vermerk, wenn Vordruck und Eintrag auseinanderfallen.
Drei Namensfassungen gegeneinander ausgespieltPersonenstandsbehörde (zeichengetreu, im Zweifel ISO/R 9: Іваноў → Ivanoŭ), belarussischer Pass (Ivanou oder Ivanov, je nach gewählter Ausgangsform) und russischsprachige Alturkunde (Иванов) beschreiben denselben Menschen. Steht nur eine Form kommentarlos im Dokument, prüft die Behörde die Identität nach.Wir setzen die von der Stelle erwartete Form an und vermerken die Passschreibweise, sodass alle vorhandenen Fassungen einander zugeordnet bleiben.
Buchstabe ў als у oder в erfasstDas kurze u (ў, у нескладовае) ist ein eigener Buchstabe des belarussischen Alphabets und in der Umschrift als ŭ abzubilden. Wird es zu у oder в vereinfacht, ändert sich der Nachname – und passt nicht mehr zum Ausweis.ў wird als eigenes Zeichen erfasst und in Namen Zeichen für Zeichen gegen Pass und Original geprüft.
і, Apostroph und дз/дж verlorenDas belarussische Alphabet kennt і statt и und kein щ; statt eines harten Zeichens steht ein Apostroph, und дз wie дж sind feste Verbindungen. Wer mit einem russischen Zeicheninventar erfasst, ersetzt sie stillschweigend durch ähnlich aussehende.Wir erfassen belarussische Namen mit dem belarussischen Zeicheninventar und bilden jedes Zeichen normgerecht in der Umschrift ab.
Vatersname als zweiter Vorname geführtDer Vatersname (імя па бацьку, Endungen -віч/-аўна) ist ein eigener Namensbestandteil. Wird er als Zweitname oder als Teil des Nachnamens eingetragen, entsteht im österreichischen Register eine Person, die es im Pass nicht gibt.Das Patronym wird als solches gekennzeichnet und den Namensbestandteilen so zugeordnet, wie die österreichische Stelle sie erfasst.
Notenskala in die falsche Richtung gelesenAn belarussischen Hochschulen gilt seit 2002/03 die 10-Punkte-Skala mit 10 als Bestnote und 4 als Bestehensgrenze; ältere sowjetische Zeugnisse nutzen die 5-Punkte-Skala mit 5 als Bestnote. Nach österreichischem Muster gelesen wird aus einer sehr guten „5“ ein „nicht genügend“.Die Note bleibt im Original stehen, Skala, Bestwert und Bestehensgrenze werden benannt; die Umrechnung überlassen wir der Stelle, die dafür zuständig ist.
Ortsname in der Fassung übertragen, die nicht im Dokument stehtDieselbe Stadt heißt Homel oder Gomel, Hrodna oder Grodno, Mahiljou oder Mogiljow – je nachdem, ob die belarussische oder die über das Russische geprägte Form zugrunde liegt. Weicht die Übersetzung vom Eintrag ab, findet die Behörde den Geburtsort nicht wieder.Wir übertragen den Ortsnamen in der Fassung, die auf der Urkunde steht, und vermerken die abweichende Form, wo sie für den Abgleich gebraucht wird.
Alturkunde aus der BSSR wie ein heutiger Vordruck behandeltUrkunden aus sowjetischer Zeit tragen andere Behördenbezeichnungen, Formularnummern und Randvermerke als heutige belarussische Dokumente, und viele sind russischsprachig. Wer die Vordrucke nicht kennt, überträgt Stempel und Nachträge falsch oder lässt sie weg.Wir erkennen Vordruck, Ausstellungszeit und ausstellende Stelle, übertragen Behördennamen und Randvermerke vollständig und bilden Registerangaben ab.

Warum sichere Belarussisch- oder Russischkenntnisse allein diese Fehler nicht abfangen

Viele dieser Fehler überstehen jede Rechtschreib- und Grammatikprüfung, und wer beide Sprachen fließend spricht, sieht sie trotzdem nicht. Sie entstehen an der Nahtstelle zweier Verwaltungssysteme: zwischen belarussischem Register und österreichischem Personenstandsregister, zwischen zwei Notenskalen, zwischen Pass und Urkunde. Auffallen tun sie erst bei der Empfangsstelle – und seit 2023 lässt sich ein beanstandetes Original nicht mehr einfach neu bestellen.

Die Behörde vergleicht nicht Ihre Sprache, sondern Ihre Namensform.

Deshalb: Namen zeichengetreu, die Passschreibweise ausdrücklich vermerkt, Ortsnamen wie im Dokument.

Fach-Perspektive

Beglaubigte Übersetzung Belarussisch–Deutsch: Was Behörden und Bewertungsstellen prüfen

Für Vorlagen bei österreichischen Behörden und Gerichten fertigt ein für Belarussisch allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Übersetzer eine bestätigte Übersetzung (umgangssprachlich „beglaubigt“) an: Er beglaubigt nach § 190 Abs. 1 AußStrG die genaue Übereinstimmung mit dem Original und setzt Datum, Unterschrift und Rundsiegel darunter – österreichweit gültig. Bei kyrillischen Namen wird zeichengetreu übertragen, im Zweifel nach ISO/R 9; die Umschrift im belarussischen Pass folgt einem anderen Regelwerk und darf abweichen. Die Übersetzung selbst prüft keine Echtheit – dafür ist die Apostille da, die die zuständige belarussische Stelle erteilt, nicht das Übersetzungsbüro. Gearbeitet wird nach DIN EN ISO 17100-Prozess mit muttersprachlicher Revision.

Was bei Bildungsnachweisen und bei Scheidungen zusätzlich passiert

Bildungsdokumente gehen einen eigenen Weg: ENIC NARIC Austria beim OeAD bewertet belarussische Hochschulqualifikationen für berufliche Zwecke, Schulzeugnisse bewertet die ASBB beim Bildungsministerium, und über die Nostrifizierung entscheidet die jeweilige Hochschule. Damit die Bewertung greift, müssen Abschlussbezeichnung, Fächer, Stundenumfang und Notenskala in der Übersetzung nachvollziehbar bleiben – einschließlich der Bestehensgrenze, weil sonst eine bestandene Prüfung als nicht bestanden gelesen werden kann. Wie die Bewertung ausländischer Abschlüsse abläuft, hängt am Abschluss, nicht an der Sprache des Zeugnisses.

Bei Personenstandssachen kommt das Anerkennungsrecht dazu, und der österreichische Weg ist hier schlanker, als viele erwarten: Nach § 97 AußStrG wird eine ausländische Entscheidung über Scheidung, Ungültigerklärung oder Bestand einer Ehe ohne eigenes Verfahren anerkannt, sofern sie rechtskräftig ist und kein Versagungsgrund vorliegt. Jede befasste Behörde – typischerweise die Personenstandsbehörde bei der Prüfung der Ehefähigkeit – beurteilt das selbst als Vorfrage. Wer ein rechtliches Interesse hat, kann die Anerkennung nach § 98 AußStrG zusätzlich in einem eigenen Verfahren feststellen lassen; die beglaubigte Übersetzung des Scheidungsurteils gehört in beiden Fällen zu den Unterlagen.

Anwendungsfälle

Drei typische Belarussisch-Übersetzungen: Urkunde, Zeugnis, Gerichtsakte.

Zweck und Empfangsstelle entscheiden über Form, Umschrift und Beglaubigung. Drei häufige Aufträge – von der Ausgangslage bis zum Ergebnis.

Aufenthalt & Standesamt

Geburtsurkunde Belarussisch → Deutsch

Ausgangslage
Für die Verlängerung des Aufenthaltstitels liegt eine belarussische Geburtsurkunde vor; der Pass schreibt den Nachnamen aus der russischen Form, die Urkunde trägt ihn belarussisch mit ў.
Ablauf
Ein allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Übersetzer setzt die Namen zeichengetreu an, vermerkt die Passschreibweise, übernimmt den Ortsnamen wie eingetragen und überträgt ausstellende Stelle, Stempel und Randvermerke vollständig.
Ergebnis
Eine österreichweit gültige Übersetzung, die Urkunde und Ausweis zweifelsfrei derselben Person zuordnet – ohne Rückfrage, für die ein neues Original nötig wäre.

Studium & Bewertung

Diplom & Notenanhang Russisch → Deutsch

Ausgangslage
Ein Hochschulabschluss aus Minsk soll für die Zulassung bewertet werden. Das Diplom stammt aus Belarus, ist aber russischsprachig ausgefertigt, und der Notenanhang führt Punkte von 1 bis 10.
Ablauf
Der Übersetzer hält Abschlussbezeichnung, Fächer und Stundenumfang nachvollziehbar, benennt die 10-Punkte-Skala samt Bestwert und Bestehensgrenze und lässt die Umrechnung der zuständigen Stelle.
Ergebnis
Unterlagen, die Hochschule und Bewertungsstelle ohne Rückfrage einstufen können.

Verfahren & Nachweise

Gerichtsbeschluss & Bescheide Belarussisch → Deutsch

Ausgangslage
Für ein aufenthalts- oder asylrechtliches Verfahren sollen belarussische Beschlüsse, Bescheide und Bescheinigungen als Nachweis vorgelegt werden – teils belarussisch, teils russisch abgefasst.
Ablauf
Ein juristischer Fachübersetzer ordnet Gerichts- und Behördenbezeichnungen zu, überträgt Aktenzeichen, Fristen und Rechtsgrundlagen wortgetreu und kennzeichnet unleserliche Stellen, statt sie zu ergänzen.
Ergebnis
Nachweise, die Behörde und Gericht als Beleg verwerten können – nachvollziehbar bis zur einzelnen Zeile.

Angebot & Preis

Was kostet eine Belarussisch-Übersetzung?

Wir sichten Umfang, Fachgebiet, Sprachrichtung und Dokumentart und nennen einen verbindlichen Festpreis. Standard-Urkunden meist zum Pauschalpreis je Dokument, umfangreiche Zeugnisse, Verträge und Fachtexte nach Normzeile – Beglaubigung auf Wunsch, PDF-Vorab und Postversand inklusive.

Verbindlicher Festpreis
ab 1,09 € / Normzeilebeglaubigte Standard-Urkunde ab 59 € je Dokument
Preis vorab · keine unangekündigten Mehrkosten
Muttersprachliche Belarussisch-Fachübersetzungenthalten
Zeichengetreue Namensumschrift mit Vermerk der Passschreibweiseenthalten
Beglaubigung durch allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Übersetzer auf Wunschenthalten
PDF-Vorab & Postversand des Originalsenthalten
Muttersprachliche Revision & Endkontrolleenthalten

Zur Orientierung ab 1,09 €/Normzeile, beglaubigte Urkunden ab 59 €; den genauen Betrag nennen wir nach kurzer Sichtung. Wie sich der Preis zusammensetzt →

Belarussisch-Übersetzung anfragen

Dokumente aus Belarus

Welche belarussischen Dokumente wir übersetzen

Wir übersetzen Belarussisch – Deutsch und Deutsch – Belarussisch – von der beglaubigten Urkunde bis zum Fachtext, und ebenso die russischsprachigen Fassungen, die aus Belarus stammen. Häufig: Пасведчанне аб нараджэнні bzw. Свидетельство о рождении (Geburtsurkunde beim Standesamt vorlegen), Пасведчанне аб шлюбе bzw. Свидетельство о заключении брака (Heiratsurkunde für die Eheschließung), Свидетельство о расторжении брака (Scheidungsnachweis aus Belarus) sowie Атэстат аб агульнай сярэдняй адукацыі bzw. Аттестат об общем среднем образовании und Дыплом mit Anhang (Zeugnis, Diplom & Notenanhang).

Häufige Fragen

Belarussisch-Übersetzung – häufige Fragen.

Warum steht in der Übersetzung ein anderer Name als in meinem Pass?

Weil mehrere Regelwerke denselben Namen beschreiben. Österreichische Personenstandsbehörden übernehmen kyrillische Namen zeichengetreu und greifen im Zweifel auf ISO/R 9 zurück, der belarussische Pass folgt einer eigenen Umschrift – und dort kann der Name aus der belarussischen oder aus der russischen Form abgeleitet sein, etwa Uladzimir gegenüber Vladimir. In der Übersetzung steht deshalb die Schreibung, mit der Ihre Empfangsstelle arbeitet, und daneben ausdrücklich Ihre Passschreibweise – so bleibt sichtbar, dass beide Formen zu Ihnen gehören, und die Identitätsrückfrage entsteht gar nicht erst.

Mein Dokument aus Belarus ist auf Russisch – brauche ich trotzdem einen Belarussisch-Übersetzer?

Ja, und zwar wegen der Zuordnung, nicht wegen der Sprache. Belarus hat zwei Amtssprachen, viele Urkunden und fast alle Bildungsnachweise sind russischsprachig. Entscheidend ist, dass jemand belarussische Vordrucke, Behördenbezeichnungen und Namensformen kennt und beide Sprachfassungen sauber trennt. Wir ordnen den Auftrag danach zu, nicht nach der Sprache auf dem Deckblatt.

Mein Pass ist abgelaufen und das Konsulat stellt keinen neuen aus – was heißt das für meine Unterlagen?

Seit dem Erlass Nr. 278 vom September 2023 stellen belarussische Auslandsvertretungen keine Pässe mehr aus, verlängern keine und beurkunden keine Vollmachten; neue Dokumente gibt es nur in Belarus. Praktisch heißt das: Ihr vorhandener Bestand muss tragen. Ist ein Reisedokument des Herkunftsstaats nicht zu erlangen, kommt ein Fremdenpass nach § 88 FPG in Betracht, über den das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl entscheidet. Für die Übersetzung folgt daraus: Namensformen und Registerangaben müssen so genau abgebildet sein, dass keine Rückfrage entsteht, die ein neues Original verlangen würde.

Brauche ich für belarussische Urkunden eine Apostille?

Häufig ja – Belarus gehört seit 1992 dem Haager Apostille-Übereinkommen an, zwischen Belarus und Österreich genügt sie anstelle einer Legalisation. Erteilt wird sie je nach Urkundentyp von der Konsularabteilung des Außenministeriums, von der Hauptverwaltung für Justiz oder vom Bildungsministerium, nicht von uns. Fragen Sie vor der Beauftragung bei Ihrer Empfangsstelle nach, ob sie eine verlangt; ist sie auf der Urkunde angebracht, übersetzen wir sie mit.

Meine belarussische Note ist eine 8 – ist das gut?

Ja. An belarussischen Hochschulen gilt seit dem Studienjahr 2002/03 die 10-Punkte-Skala, bei der 10 die beste Note ist und ab 4 bestanden wird; ältere sowjetische Zeugnisse nutzen die 5-Punkte-Skala mit 5 als Bestnote. Beide laufen umgekehrt zur österreichischen Skala. In der Übersetzung bleibt Ihre 8 deshalb unverändert stehen, ergänzt um die Angabe, welche Skala gilt und wo Bestwert und Bestehensgrenze liegen. Umgerechnet wird nicht von uns, sondern von der Stelle, die den Abschluss bewertet.

Wird meine in Belarus geschiedene Ehe in Österreich anerkannt?

In der Regel ja, und zwar ohne eigenes Verfahren: Nach § 97 AußStrG wird eine ausländische Scheidungsentscheidung anerkannt, wenn sie rechtskräftig ist und kein Versagungsgrund vorliegt. Die Personenstandsbehörde beurteilt das selbst als Vorfrage, etwa bei der Prüfung der Ehefähigkeit. Wer Klarheit braucht, kann die Anerkennung nach § 98 AußStrG gesondert feststellen lassen. Die beglaubigte Übersetzung des Scheidungsurteils legen Sie in beiden Fällen vor.

Kann ich meinen belarussischen Führerschein mit der Übersetzung umschreiben lassen?

Die Übersetzung brauchen Sie, sie ersetzt aber keine Prüfung. Belarus zählt nicht zu den Staaten, für die Österreich eine Gleichwertigkeit der Lenkberechtigung anerkannt hat; für die Umschreibung ist deshalb eine praktische Fahrprüfung fällig. Mit dem belarussischen Führerschein dürfen Sie zudem nur sechs Monate ab Begründung eines Wohnsitzes in Österreich fahren. Klären Sie den Umfang mit Ihrer Führerscheinbehörde, bevor Sie beauftragen.

Klassische oder offizielle Rechtschreibung – welche verwenden Sie für Texte nach Belarus?

Für Übersetzungen ins Belarussische legen wir die Zielorthografie vor Projektbeginn fest: die offizielle Norm für alles, was Behörden und Betriebe in Belarus lesen, die klassische Taraškievič-Schreibung nur, wenn Ihr Publikum sie erwartet – etwa bei Exilmedien oder literarischen Texten. Gemischt wird nie. Für Urkunden aus Belarus stellt sich die Frage nicht: Dort gilt die Schreibung, die im Original steht.
In meinem Pass steht der Nachname in der russisch abgeleiteten Form, auf der Geburtsurkunde belarussisch mit ў. Beim ersten Anlauf hat das Amt daraus zwei Personen gemacht. Hier stand die Umschrift zeichengetreu drin und die Passschreibweise ausdrücklich daneben – und weil ich mir in Minsk nichts Neues ausstellen lassen kann, war genau das entscheidend.
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A. Kavaleŭ · Verlängerung des Aufenthaltstitels, Wien

Karriere beim FÜD

Belarussisch-Übersetzer werden?

Unsere Belarussisch-Übersetzungen werden von muttersprachlichen Fachübersetzern ausgeführt, die neben der Sprache vor allem vier Dinge beherrschen: belarussische und russische Dokumentfassungen auf demselben Vordruck auseinanderzuhalten, die zeichengetreue Namensumschrift samt Vermerk der Passschreibweise und des Vatersnamens, die belarussischen Notenskalen mit der höchsten Zahl als bester Note und die Vordrucke, Behördenbezeichnungen und Randvermerke aus sowjetischer Zeit. Wer als Belarussisch-Übersetzer für den FÜD arbeiten möchte, muss deshalb mehr mitbringen als Zweisprachigkeit: ein belegtes Fachgebiet – Urkunden- und Rechtsübersetzung, Vertrags- und Firmenunterlagen oder technische Dokumentation – und für beglaubigte Fassungen die Eintragung als allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Übersetzer nach § 14 SDG. Wir arbeiten fest angestellt und freiberuflich mit Belarussisch-Übersetzerinnen und -Übersetzern zusammen, die diese Eintragung nachweisen.

Womit Sie arbeiten

Fachgebiete & Textsorten

Typisch sind zwei Arbeitsfelder. Das eine sind Personenstands- und Verfahrensunterlagen: Geburts-, Heirats- und Scheidungsurkunden, Melde- und Aufenthaltsnachweise, Atestat, Diplom und Notenanhang für die Bewertung von Bildungsabschlüssen sowie Gerichts- und Notarurkunden – für Standesamt, Niederlassungsbehörde, Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl, Anerkennungsstelle oder Gericht. Das andere ist die Zusammenarbeit österreichischer Arbeitgeber und Auftraggeber mit belarussischen Fachkräften, Betrieben und Entwicklerteams: Arbeits- und Lieferverträge, Qualifikationsnachweise, Firmenunterlagen und technische Dokumentation, in beide Richtungen. Ein erheblicher Teil dieser Unterlagen ist russischsprachig oder auf zweisprachigem Vordruck ausgefertigt, obwohl die ausstellende Stelle in Belarus sitzt – die Zuordnung von Sprachfassung, Vordruck und Namensform gehört deshalb bei fast jedem Auftrag zur Fachaufgabe.

Berufsrealität

Was der Beruf tatsächlich verlangt

Belarussisch arbeitet man in der Praxis nie isoliert: Belarus hat zwei Amtssprachen, und beide stehen in denselben Registern, Vordrucken und Zeugnissen nebeneinander – wer belarussische Dokumente übersetzt, muss die russische Fassung ebenso sicher lesen und für jedes Feld bestimmen, welche Sprache dort tatsächlich steht. Dazu kommt handwerkliche Genauigkeit bei der Schrift: Das belarussische Zeicheninventar mit ў, і, Apostroph sowie дз und дж muss erfasst und normgerecht umgeschrieben werden, statt auf ähnlich aussehende russische Zeichen vereinfacht zu werden. Und es kommt Urkundenkunde dazu, weil Vordrucke, Behördenbezeichnungen und Randvermerke aus sowjetischer Zeit anders aufgebaut sind als heutige belarussische Dokumente. Der Auftragsbestand ist überschaubar und stark vom Behörden- und Verfahrenskontext geprägt; wer davon leben will, kombiniert Belarussisch in der Regel mit Russisch, Ukrainisch oder Polnisch und einem belastbaren Fachgebiet. Praktisch heißt das: kurzfristige Urkundenaufträge mit hoher Formstrenge neben planbaren Projekten, in denen Terminologie über Monate konsistent bleiben muss. Wir arbeiten dafür mit festen Ansprechpartnern, verbindlichen Lieferterminen und gepflegten Termdatenbanken.

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